Frau hat Herzbeschwerden aufgrund psychischer BelastungenPlötzlich ist es wieder da: ein regelrechter Ring scheint sich um deine Brust zu spannen. Und ist der Ring weg, dann beginnt plötzlich dein Herz zu stolpern und zu rasen und will gar nicht mehr normal schlagen. Irgendwann sind diese Symptome Gottseidank wieder vorbei. Wie aus heiterem Himmel kommen und gehen diese Beschwerden. Dir kommt logischer Weise der Gedanke, dass du vielleicht ein Herzinfarktkandidat bist oder dass du an einer anderen schweren Erkrankung leiden könntest. Aber ist das so?

Schmerzen oder andere Symptome sind in der Regel Warnsignale unseres Körpers. Die Abklärung dieser Symptome durch deinen Hausarzt sollte daher der 1. Schritt sein, damit du nichts übersiehst und gesund bleibst. Beim Arztbesuch bekommst du aber zu hören, dass dein Herz völlig gesund ist. Das deckt sich gar nicht mit deinen Erlebnissen. Und du hörst immer öfter in deinen Körper hinein und machst dich mehr und mehr verrückt. Du suchst einen weiteren Arzt auf, denn dein Hausarzt hat vielleicht etwas übersehen? Oder du willst von einem Arztbesuch gar nichts mehr wissen – so sehr fürchtest du, dass dir ein niederschmetternder Befund mitgeteilt wird.

Herzbeschwerden aufgrund psychischer Leiden

Hast du schon einmal daran gedacht: Herzstolpern oder der Ring um die Brust können Angstsymptome sein? Diesen körperlichen Symptomen liegen möglicherweise nur „harmlose“ Prozesse zugrunde! In Stresssituationen muss schneller geatmet werden, damit der Körper genug Sauerstoff bekommt und Kohlendioxid abführen kann.

„Aber ich habe doch gar keinen Stress!“

Emotionale Belastungen, Sorgen und dauerndes Grübeln machen sehr wohl Stress – aber von innen! (Du merkst es auch daran, dass du durch negativen Gedanken und Gefühle immer weniger Energie hast.) Kannst du den Stress von innen aber nicht abreagieren, dann wird der Sauerstoff nicht verbraucht und führt zu diesem hässlichen Druck auf dem Brustkorb. Herzstolpern kann beispielsweise durch das schnelle Umschalten von langsamen zu schellen Herzschlägen entstehen. Diese Körperphänomene treten desto öfter auf, je mehr du deinem Herzschlag lauschst.

Wenn diese Symptome dich häufiger plagen, dann kann es leicht sein, dass du eine gewisse Vorsicht entwickelst. Du bekommst Angst, dass diese Symptome wiederkehren könnten. Das nennt man auch die „Angst vor der Angst“.

Was du tun kannst

Stress- und Angstsymptome sind fast identisch. Du solltest ehrlich mit dir sein und dir überlegen, was dir Stress oder Angst macht.

  • Sprich mit einer Freundin oder einem vertrauten Menschen darüber. Vielleicht kannst du auch ein paar Aufgaben abgeben, damit du dich entlasten kannst und du wieder mehr Zeit für dich hast.
  • Etwas Sport hilft dir, den Stress besser abzubauen. Versuche dich beim Auftreten der Symptome abzulenken. Vermeide es, deinem Inneren intensiv zu lauschen.
  • Wenn du gar nicht zurechtkommst, dann such dir professionelle Hilfe bei einem Therapeuten.  Ihr könntet zusammen erforschen, was dich gerade stresst und welche Lösungswege es für dich geben könnte. Oder du lernst beim Angstbewältigungstraining, wie du Angst machende Situationen künftig bewältigst.

Herzliche Grüße

P.S.: Möchtest Du mehr zum Thema Angst erfahren? Dann könnten folgende Beiträge interessant für dich sein: Woher kommt meine Angst schwer krank zu werden? und Warum Angst Deine Wahrnehmung verändert

Kathleen

Schreibe einen Kommentar